Kunstabschlussausstellung 2026
Hinter jedem Pinselstrich, jeder Skulptur und jeder digitalen Collage stehen unsere vielen abstrakten und vielfältigen Zukunftsvisionen. Es ist düster. Dystopien und Gesellschaftskritik werfen Schatten auf die friedvolleren Werke und Träume.
Aber warum ist das so? Sind wir eine Generation von Pessimisten? Nein. Aber in einer Zeit, die sich oft anfühlt wie ein permanenter Krisenmodus, ist die Dystopie nicht per se Schwarzmalerei. Sie dient uns als Ventil, zeigt unseren Mut und unsere Ehrlichkeit, die Risse im Fundament unserer Welt zu sehen und einzugestehen. Wir malen die Angst nicht, weil wir sie herbeisehnen, sondern weil wir sie verstehen wollen und müssen, um sie zu überwinden.
Von einer besseren Zukunft zu träumen ist schwer, aber unfassbar wichtig, weil jede Realität, die wir heute als selbstverständlich erachten, gestern noch eine naive Utopie war.
Unsere Ausstellung im Museum Karlshorst ist so vielfältig wie unsere Zukunftsvisionen. Wenn sie durch den Raum gehen, sehen Sie: Schrille Farben, die sie wach machen. Kalte Farben, die sie schaudern lassen. Detaillierte Zeichnungen und impressionistische Malereien. Objekte, die mehr Fragen aufbringen, als sie beantworten.
Unsere Werke sollen zum Austausch und Weiterdenken anregen. Sie zeigen, dass unsere Zukunft nicht feststeht, sondern aus unseren Visionen zusammengesetzt ist.
Bis zum 22. März 2026 laden wir ins Museum Karlshorst ein, um die Welt durch unsere Augen zu sehen. Unsere Vernissage war ein bezaubernder Auftakt. Wir danken allen, die dazu beigetragen haben.
Auszug aus der Eröffnungsrede der Schülerinnen
Mira, Aurelia, Adele und Charlotte
Anke Bell
Fachleiterin Kunst
