Bericht der 9c vom Projekt mit den Berliner Philharmonikern „MusicART – Jeux“

Wie alles begann …

Irgendwann Anfang September kam unsere Musiklehrerin Frau Medwinskaja im Musikunterricht mit der Idee um die Ecke, ein Musik-Projekt mit den Berliner Philharmonikern durchzuführen. Das Prinzip sollte gewisse Ähnlichkeiten mit „Songs – Aus Malers Zeit III“ haben, einem Orchester-Projekt in der Berliner Philharmonie, das einige Schüler unserer Klasse schon im September 2011 praktiziert und ihre Erfahrungen mit uns geteilt haben. Die Reaktionen hätten unterschiedlicher nicht sein können, aber was will man bei einer Klasse von zweiunddreißig Schülern erwarten. Die einen waren sofort begeistert von der Idee und voller Tatendrang und hätten wahrscheinlich am liebsten sofort angefangen. Andere waren eher skeptisch und mussten erst einmal davon überzeugt werden. Und wiederum andere beobachteten noch unentschieden die Diskussion, mit sichrem Abstand. Sie dachten: „Mal sehen, was auf mich zukommt …“.


Und dann ging alles ratzfatz! Wir wurden als geeignet für das Projekt betrachtet und tatsächlich als einzige Berliner Schule unter mehreren Bewerbern ausgewählt. Das war ein tolles Gefühl!
Unsere Klasse wurde in zwei Gruppen eingeteilt: Zweiundzwanzig Schüler sollten mithilfe des Bratschisten Matthew Hunter den Musikteil und die anderen Zehn mit der Kunstpädagogin Isabel Mertel den Kunstteil durchführen.
In der letzten Musikstunde vor den Herbstferien haben wir uns mit dem Begriff „Impressionismus“ auseinandergesetzt, über Debussy und sein allerletztes Werk „Jeux“ gesprochen, uns das Stück angehört, CD-Aufnahmen mit nach Hause genommen und die Hausaufgabe erhalten, uns diese mehrfach anzuhören.

 

Auf den großen Auftritt hinarbeiten …

Gleich am ersten Schultag nach den Herbstferien versammelte sich unsere ganze Klasse oben im Musikraum, um zum ersten Mal in das Projekt hineinzuschauen. Anwesend waren außer Frau Medwinskaja auch Matthew Hunter, Angela Stricker und Annette Lazarus von den Berliner Philharmonikern.
Schon zwei Tage später wurde richtig rangeklotzt: Wir haben komponiert, verändert und wieder komponiert, harmonisiert, moduliert, arrangiert, transponiert, umgeschrieben und bearbeitet; und anschließend geübt, geübt und nochmals geübt, einstudiert, in- und auswendig gelernt, interpretiert und den Noten eine Seele eingehaucht. Und das nicht nur während der drei bis vier Treffen pro Woche, sondern auch als „Hausaufgaben“ daheim und das alles, während wir unsere alltäglichen Schulpflichten ebenfalls erledigen mussten. Bei allen unseren Vorhaben, auch außerhalb der offiziellen Projektstunden, haben wir stetig tatkräftige Unterstützung von unserer Musiklehrerin erhalten, wodurch die Arbeit zügiger voranging.

Der Höhepunkt: Der große Auftritt und die Proben in der Philharmonie …

Am letzten Freitag vor dem Auftritt machten wir unseren ersten richtig großen Schritt vorwärts: Zum ersten Mal probten die ganze Klasse zusammen im Foyer der Philharmonie. Wir haben halb Berlin durchquert, um in diesem traditionsreichen Kulturbauwerk aufzutreten. Da fühlt man sich als jemand ganz Besonderes! Natürlichen waren auch alle Philharmoniker und Frau Medwinskaja mit von der Partie und haben uns noch wertvolle Tipps gegeben.
Am kommenden Montag fand die zweite Probe in der Philharmonie statt und schon hatten wir uns im Vergleich zum Freitag gesteigert. In freudiger Erwartung auf den morgigen Auftritt gingen wir nach Hause, um noch mal Kraft zu schöpfen.
Am Dienstag dann endlich war der Auftritt in greifbarer Nähe. Wir trafen uns ein letztes Mal im Foyer der Philharmonie zur Generalprobe. Letzte Unklarheiten wurden beseitigt und letzte Fehlerchen ausgemerzt. Die Pulse stiegen hörbar immer höher und höher, je näher der Auftritt kam!
Dann hatte das Warten endlich ein Ende: Der Auftritt! Nach einer kurzen Erklärung des Projekts durch Matthew Hunter legte die Musikgruppe los … Yes! Zum Glück keine gravierenden Fehler! Auch der zweite Teil, der der Kunstgruppe, die ihre drei Gemälde vorstellte, erntete großen Applaus. Und zu guter Letzt trat die 8. Klasse mit ihrer Tanzperformance auf und gab dem Projekt einen gebührenden Abschluss. Die Vorführung war rundum gelungen und nach einem großen Applaus für alle Teilnehmer und kollektiven Verbeugen fuhren wir frohen Herzens mit Freunden und Familie nach Hause. Die Wochen der Mühe und Anstrengungen haben sich bezahlt gemacht.

Es war einfach nur toll …

Insgesamt lässt sich sagen, dass das Projekt uns allen einen riesenhaften Spaß gemacht hat und wir wertvolle Erfahrungen mit nach Hause genommen haben. Dafür möchten wir uns herzlich bei den Berliner Philharmonikern bedanken. Und natürlich ein großes Dankeschön an unsere Musiklehrerin Frau Medwinskaja, die uns überhaupt erst zu diesem Projekt gebracht hat und uns die ganze Zeit über zur Seite stand.

Klasse 9c