Politikwissenschaft

Podiumsdiskussion 2016

 

 

 Am 18. September 2016 wurden in Berlin die Vertreter des Abgeordnetenhauses und der Bezirksverordnetenversammlungen gewählt, deshalb gab es am Coppi am Mittwoch, dem 07-09.2016, für die Schülerinnen und Schüler der PW-Kurse der Oberstufe eine Podiumsdiskussion - weil ein Großteil von ihnen bereits abstimmen darf.

Eingeladen waren Vertreter der Linken, der Grünen, der SPD, der CDU und AfD - Parteien, die bei aktuellen Umfragen in Berlin mindestens zehn Prozent erreichten.

Die Veranstaltung wurde von Schülern während der letzten Projektwoche organisiert und nun außerdem auch moderiert. Über 90-Minuten befragten die Moderatoren Hagen Letzig und Julius Freitag (Q3) die Politiker und Politikerinnen zu den Bereichen Bildungspolitik, Infrastruktur und Flüchtlingspolitik. Zwischendurch gab es außerdem immer wieder Fragen und Beiträge aus dem Publikum zu unterschiedlichen Themen - die Politiker durften jeweils kurz Stellung nehmen und aufeinander reagieren.

Vor allem Andreas Geisel (SPD, außerdem Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, (übrigens der einzige im Anzug) holte bei den Antworten weit aus, um seine Begründungen zu finden. Ansonsten fiel insbesondere Dietmar Drewes (AfD) auf, der durchgängig einen eher hilflosen Eindruck machte und versuchte, seine Partei in ein jugendliches, hippes oder generell sympathisches Licht zu stellen (zum Beispiel ist sie überraschenderweise für die gleichgeschlechtliche Ehe), dabei allerdings scheiterte. Die anderen Vertreter der etablierten Parteien grenzten sich aber die ganze Zeit kollektiv von ihm und der Alternative für Deutschland ab - es gab zwei Mal Applaus, beide Male nachdem von SPD beziehungsweise CDU die Wichtigkeit der Werte Offenheit und Toleranz in unserer Gesellschaft betont wurde. Des Weiteren bezogen sich Camilla Schuler (Grüne) und Hendrikje Klein (Linke) mehrmals auf Andreas Geisels teilweise wenig nachvollziehbare Entscheidungen zur Stadtentwicklung, was von ihm allerdings unkommentiert blieb. Ansonsten verlief die Interaktion zwischen den einzelnen Parteien hauptsächlich ruhig und unaufgeregt.

So war die 90 minütige Diskussion im Endeffekt aufschlussreich und interessant, manche Kandidaten wirkten deutlich anders, als man es von den Plakaten vermutet hätte. Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass Fabian Peter von der CDU ein sympathischer Typ zu sein scheint. Außerdem wurde deutlich, dass die AfD vor allem noch eine relativ junge und unerfahrene Partei ist.

Man hat nach der Diskussion das Gefühl, eine genauere Vorstellung von demjenigen zu haben, den man am Sonntag wählt oder eben nicht.

Konstantin Hitscher (Q3)

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