Politikwissenschaft

 Planspiel "Asyl- und Flüchtlingspolitik"

Unser Politikwissenschaften-Kurs Q3 durfte am 11.11.2015 an dem Planspiel "Next Level: Europe: "Asyl- und Flüchtlingspolitik" von "planpolitik" in Zusammenarbeit mit der Senatskanzlei Berlin teilnehmen.

Während des rund vierstündigen Planspiels haben wir uns über die aktuelle Politik der EU ausgetauscht und konnten in unseren Rollen die Europapolitik zwar fiktiv, aber aktiv gestalten und erleben.

Zu Beginn hat jeder Schüler eine Rollenkarte gezogen, auf denen real existierende Politiker standen. Um sich ins Thema einzulesen, wurden wir mit allgemeinen sowie länderspezifischen Informationen versorgt. Von der Europäischen Kommission wurde ein Gesetzesentwurf zur Asyl- und Flüchtlingspolitik vorgelegt, zu drei Artikelentwürfen sollten wir nun in unseren Rollen Stellung beziehen.

Danach ging es in den Länderaustausch: Innenminister und regionale Vertreter der jeweiligen Länder haben sich zusammengesetzt und über die Position ihres Landes geredet. Dann fanden die "öffentlichen" Sitzungen in den EU-Organen statt. Die regionalen Vertreter haben sich in Ausschuss der Regionen getroffen, die Innenminister im Rat der EU.

Ich denke, dass alle gemerkt haben, dass es schwer ist, in einem vorgegebenen zeitlichen Rahmen alle Meinungen zu berücksichtigen, um den Artikel so zu formulieren, dass alle beteiligten Parteien einverstanden sind. Der Ausschuss der Regionen wurde nach der ersten Sitzung vom Rat der EU angehört. Erstaunlich war jedoch, dass eine "Anhörung" wirklich nur ein Anhören der Meinung beinhaltet, diese Meinung jedoch nicht berücksichtigt werden muss und somit kein Gewicht hat.

In bekannter, schulischer Umgebung konnten wir einen Vormittag lang einen Miniatur-Ausschnitt der EU praktisch kennenlernen und wurden gleichzeitig über aktuelles, politisches Weltgeschehen informiert. Ich finde es sehr wichtig, dass solche Planspiele zur Regelmäßigkeit werden, um den Politik- und Geschichtsuntericht zu "beleben" und die durchaus komplexen Themen verständlicher zu vermitteln. Vor allen Dingen ist "erlebtes Lernen" für die Schüler von Dauer. Außerdem hat das Planspiel uns Schülern die EU näher gebracht und dadurch vielleicht einen Teil zur Bildung einer europäischen Identität beigetragen.

Leonie Lisa Lange

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