Schulkonzerte

Das Frühlingskonzert 2005

Regen, Regen, Regen - seit Tagen. Da kam das Frühlingskonzert am 6. Juni 2005 ganz recht. Erinnerte es uns doch daran, dass die warme Jahreszeit angebrochen ist. Die Vielfalt der Musikangebote tat ein Übriges - das schlechte Wetter war schon nach wenigen Minuten vergessen.

Zum gelungenen Auftakt - wie (fast?) immer - der große Chor. Mir als bekennendem „Renft“-Fan ging die Bearbeitung des Klassikers „Wer die Rose ehrt“ richtig unter die Haut. Obgleich es eigentlich unmöglich ist, aus den folgenden Darbietungen klassischer Musik etwas hervorzuheben, möchte ich doch einen Star des Abends namentlich erwähnen: Ortwin Bader. Seine Vorstellung des „Feuertanzes“ von de Falla riss das Publikum förmlich von den Sitzen. Das war sehenswert: Jugendliche, die sonst für „50cent“ oder „Xtina“ schwärmen, dankten dem jungen Musiker mit standing ovations.

Eine wirkliche Überraschung des Abends war dann der Auftritt der neu gegründeten „Jazz- und modern Dance AG“. Die Darbietung der Mädchen aus der 8. Klasse war mehr als Abwechslung und vielversprechender Auftakt. Wann werden die ersten Jungs mit auf der Bühne stehen? Schauspielerisches und tänzerisches Potential ist durchaus vorhanden, wie der Grundkurs Musik beim Vortrag des „Einbeinigen Trinkers“ bewies.

Von allen sehnsüchtig erwartet- und dann mit stürmischem Applaus gefeiert: „Die Thomsdorfer Goldkehlchen“. Die Lehrer und Lehrerinnen brachten nicht nur ihren Nachwuchs mit, sondern auch ihre bodyguards (Herr Vettin und Herr Pommer). Das wird auch notwendig sein, denn bei künftigen Auftritten ist mit kreischenden, die Bühne stürmenden Fans zu rechnen.

Kleiner Wermutstropfen am Abend: Viele Eltern und Schüler verließen das Konzert schon VOR dem Auftritt der Schülerbands. Mehr Respekt und Beifall hätten sich „Schwendy und der DiscoDelphin“, „Chill In“, die „Freitagabend Combo“, „Flambeau“ sowie die Ehemaligen um Lisa Tischler verdient - denn ihre Musik zeigte auch, wie vielfältig und einzigartig das Coppi ist. Ich hoffe, dass auch der Gast aus der Senatsverwaltung diesen Eindruck gewonnen hat und seine Entscheidung noch einmal gründlich überdenkt.

Ralf Walter

Fotos: Marina Walter, Josefine Stück, Inis Schönfelder

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