Schüleraustausch

 Unsere Sprachreise nach England im Herbst 2015

Am Samstagabend ging es los. Drei Klassen, zwei Busse, viele nervöse Eltern.

 

 

Nach einer halben Stunde herzlicher Umarmungen, chaotischem Gedränge und vorfreudig aufgeregter Jugendlicher war endlich alles bereit zur Abfahrt. 20 Stunden mit dem Bus, quer durch ganz Deutschland, durch die Niederlande, Belgien und Frankreich. Es wurde viel getanzt, gelacht und gesungen. Im Morgengrauen erreichten wir die Hafenstadt Calais im Norden Frankreichs. Von dort überquerten wir mit der Fähre den Ärmelkanal. Auf der Fähre konnten wir uns endlich frei bewegen, in Ruhe frühstücken und genossen die Aussicht vom Oberdeck aufs Meer. In England angekommen, ging es weiter mit dem Bus. Gegen Mittag erreichten wir unser Ziel: Christchurch.

Dort wurden wir von den Reiseveranstaltern der "J&J Education" herzlich empfangen und schließlich - immer mindestens zu zweit - unseren Gastfamilien zugewiesen.

Ich wohnte in einem typisch englischen Haus in Christchurch. Von außen alte Backsteine, innen gemütlich eingerichtet. Die Gasteltern waren sehr freundlich und interessiert. Sie hatten bereits viele Erfahrungen mit Sprachreisenden. Einige von uns lebten nun für zwei Wochen in Christchurch, der etwas älteren Stadt mit einer wunderschönen Kirche, kleinen Geschäften und Parks, die anderen in Bournemouth, der Nachbarstadt mit großer Einkaufsstraße, vielen Gärten und einem wunderschönen Strand.

Zum Programm gehören täglich fünf Stunden Unterricht. Im ersten Moment hört sich das sehr viel an, aber wenn man sich darauf eingelassen hat, macht es großen Spaß. Die Lehrer sind offen für alle Fragen und interessieren sich für jeden einzelnen Schüler. So war es jedenfalls bei mir. Ich war in der Klasse von Mr. Tom Armstrong, einem ehemaligen Musiker und Weltenbummler, der heute Englisch für Sprachschüler unterrichtet. Er hat mit uns nur Englisch gesprochen, einige Filme geschaut und uns viele neue Dinge beigebracht.

Am Nachmittag machten wir täglich Ausflüge: Eine Wanderung entlang der Steilküste von Bournemouth, eine Besichtigung der imposanten Kathedrale von Salisbury oder eine Exkursion zum geheimnisvollen Steinkreis von Stonehenge. Für alle Naturliebhaber war der Tagesausflug nach Portland, Weymouth und zur Lulworth Cove genau das Richtige, für alle Großstadtkinder natürlich die Fahrt nach London. Hier erwarteten uns eine kleine Sightseeing-Tour mit unserem Bus und viel Freizeit zum Erkunden der Stadt. Für einen ausgiebigen Shopping-Bummel konnten wir entlang der Oxfort Street, vorbei am Piccadilly Circus, durch Covent Garden bis zur Themse wandern und wurden dort mit dem Bus wieder eingesammelt und zu unseren Gastfamilien gefahren.

An dieser Stelle möchte ich mich bei Manni, unserem Busfahrer, bedanken, der uns die ganzen zwei Wochen lang begleitet hat, nie schlecht gelaunt war und uns sicher wieder nach Hause gebracht hat. Nach diesen zwei Wochen beherrscht natürlich keiner das Englische perfekt, aber ich denke, viele sind mutiger und selbstbewusster im Umgang mit der Sprache geworden. Man ist gezwungen, in England Englisch zu sprechen - mit der Gastfamilie, den Lehrern oder den Verkäufern im Supermarkt - und bekommt so ein gutes Gefühl für die Sprache.

Hannah Hansen, 10c

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