Klassenfahrten

Skikursfahrt nach Harrachov 2008

Auch Anfang dieses Jahres fand wieder ein Skikurs, initiiert vom Kant- und vom Coppi- Gymnasium, statt. 29 Schüler und 5 Betreuer brachen gemeinsam am Freitagmorgen, dem 18.01., gen Harrachov im Riesengebirge in Tschechien auf. Vor dem Start wurde allerdings unsere Mitschülerin Uli erst einmal mit Glückwünschen, Geschenken und Kuchen zum 18. Geburtstag überhäuft.

Die Fahrt dauerte nur 6 Stunden - ein kleiner Vorteil der passkontrollfreien Grenzen. Bis Sachsen hatten wir, nachdem die Sonne aufgegangen war, Sonnenschein, dann fing es an zu regnen und der Regen sollte auch nicht so bald aufhören. Als wir ankamen bezog unser Busfahrer Wolfgang, der uns sicher nach Harrachov und am Freitag wieder zurück nach Berlin brachte, wie wir die "Gemächer", er allerdings nur für eine Nacht. Frau Hörold, die noch darauf hinwies, wir wüssten erst unmittelbar in der Nähe Harrachovs, ob dort Schnee läge, sollte recht behalten, aber leider waren diese Schneemengen im wahrsten Sinne verschwindend gering. Am nächsten Morgen war nur noch wenig Schnee in der Umgebung vorhanden und der Samstag sollte mit 8°C dem Schnee den Rest geben.

Nachdem wir Freitag noch die Skier ausgeliehen und uns durch einige Spiele untereinander und die Lehrer kennen gelernt hatten, sollten wir am Samstag, -für viele das erste Mal- , auf Skiern stehen können. Nach dem Frühstück stand aufgrund anhaltender Regenschauer erst einmal eine Theoriestunde auf dem Plan. Vielleicht nahm das einigen die Angst, da doch Skilanglauf im Fernsehen immer so einfach aussieht, die sollten sich noch wundern. Am Nachmittag hörte es endlich auf zu regnen, und das nutzten wir gnadenlos aus.

Also, rauf auf den Übungsplatz und die ersten Gleitversuche gestartet. Naja, Weltmeister werden wohl anders geboren, aber Spaß hat es allen auch trotz der vielen blauen Flecke bereitet. Pünktlich zum Ende der Übungseinheit fing es wieder an zu regnen und die Gruppe verteilte sich explosionsartig in alle Richtungen, ein Teil eilte zur Unterkunft, ein anderer nach Harrachov und einige gingen auch kurz noch ein Stück zur Schanze zum Skifliegen hoch. Glücklicherweise war genau am 20.01. und 21.01. in Harrachov Skifliegen mit allen Weltstars und wir konnten uns zumindest einen Teil des wegen schlechten Wetters abgebrochenen zweiten Sprungdurchgangs ansehen. Am Abend fand noch vor dem Abendbrot eine Auswertung der ersten "Trainingseinheiten" und eine Planung für den kommenden Tag statt. Es schüttete weiter, wie aus Eimern und damit trugen wir am Sonntagmorgen erst einmal in Gruppen Gebete, Lieder oder Opfergaben für besseres Skiwetter vor, bevor wir zum Festigen unserer Kenntnisse noch einen Theoriepart belegten und am Nachmittag eine Stadtrally in den Gruppen absolvierten, um letztendlich bei warmem Glühwein und Tee in der Mumlavska Bouda unterzukommen.

Am Montag zeigten die Gebete leichte Erfolge. Auch wenn es nicht aufhörte zu regnen, hatten wir doch immerhin nur noch 4°C tagsüber. Wir besuchten daraufhin das Glasmuseum und die Fertigungsstelle, die seit 296 Jahren betrieben wird. Die Arbeiter, die dort an den Öfen sitzen, trinken den gesamten Tag Bier und für uns gab es auch eine Verköstigungsprobe. Prost! Hier in Deutschland würde dieses Bier wohl mit dem Untertitel alkoholfrei verkauft und deswegen bestanden bei uns keine großen Probleme, als wir uns am Nachmittag zum zweiten Mal auf den Skiern versuchten, allerdings war auch diesmal wieder nach zwei Stunden Schluss, nachdem uns der Schnee nahezu unter den Skiern weggeschmolzen war. Für einige ging es dann noch höher auf die Wettkampfstrecke und der Rest, der noch nicht nach Hause wollte, konnte noch ein wenig die Abfahrt üben.

 

Dienstagmorgen waren auch dort weder Schnee noch Eis übrig geblieben, und damit wir Großstadtkinder in Zeiten des Klimawandels auch einmal mitbekommen, wie Schneefall und Neuschnee wirklich aussehen, wanderten wir los auf den Kamm. Und tatsächlich hatten wir dort oben auf 1250m bei überwältigenden -0,4°C Schneesturm. In Harrachov wendete sich das Wetter nach diesem kurzen Wintereinbruch leider nicht mehr zum Besten. Zwar regnete es nicht mehr ununterbrochen, aber das half auch nicht mehr viel, da der Schnee langsam zu Eis wurde, das letztendlich auch verschwand.

Am Mittwoch und Donnerstag hatten wir weitere Übungstage, an denen wir glücklicherweise auch an einem der beiden Tage nach einer Fahrt mit dem Sessellift noch immer Schnee unter der Gleitzone hatten. Freitagmorgen schrieben wir noch alle den Theorietest und traten anschließend die Heimreise bei herrlicher Weitsicht und blendendem Sonnenschein an.

Diese Skikursfahrt ist wohl buchstäblich ins Wasser gefallen, und obwohl wir vom Wetter an der Nase herumgeführt wurden, haben wir alle die Techniken des Langlaufskifahrens gelernt, 100%tig alle theoretisch und der ein oder andere auch praktisch. Spaß hat die Fahrt auf jeden Fall gemacht. Ein Dankeschön den begleitenden Lehrern und Betreuern - Frau Hörold, Frau Schatz, Frau Stegemann, Herrn Materna und Herrn Christian Voigt.

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