Klassenfahrten

Skilager

Am Samstag, den 14.01.06 war es endlich soweit. Vom S-Bahnhof Lichtenberg brachen am frühen Morgen 30 Schüler des Coppi- und Kant-Gymnasiums ins Riesengebirge auf, um dort für eine Woche Sport zu treiben. Jedes Jahr bieten die beiden Schulen ihren Schülern aus dem 12. Jahrgang an, einen Skilanglaufkurs zu belegen. Obwohl Einsatz, wie auch sportliche Leistung und Fairness gefordert sind, steht stets der Spaß im Schnee im Vordergrund. Und so war es auch dieses Jahr.

Nachdem wir in Harrachov angekommen waren und kleinere Probleme, wie Zimmeraufteilung und die Ausleihe der richtigen Skier, bewältigt hatten, versuchten sich alle an den ersten Gleitversuchen auf tschechischem Boden. Die Erfahrungen auf Langlaufski waren breit gefächert: Vom engagierten und willensstarken Anfänger bis hin zum Fast-Profi á la Tobias Angerer. Doch egal wie talentiert, durch Technikübungen wurde am ersten Tag an Jedermanns Laufschritt gefeilt. Schon nach kurzer Zeit waren bei vielen Fortschritte zu sehen. Um weiterhin maximale Erfolge zu erreichen, wurden wir in Leistungsgruppen eingeteilt.

Dienstag und Mittwoch zogen wir in kleinen Gruppen los, um das Riesengebirge zu erkunden. Einige entschlossen sich auf Ski nach Polen zu wandern, andere wollten die ,,1000’’ erklimmen. Wo es einen auch hinzog, schönes Wetter lockte überall. Am Mittwochmorgen überraschte uns sogar Neuschnee und wir waren die Ersten, die im unberührten Schnee die Loipen nachzogen. Wenn wir erschöpft und verschwitzt in der Herberge ankamen, begann der Kampf um die 2 Duschen. Zum einfachen, aber nahrhaften Abendbrot erschienen jedoch alle stets erfrischt. Man könnte denken, dass wir jungen Leute uns dann abends in das Nachtleben Harrachovs stürzten, doch die meisten waren von der vielen frischen Luft und sportlichen Betätigung so erschöpft, dass man sie ab 9 Uhr nur noch auf den Betten in ihren Zimmern liegen sah. Nur ein harter Kern von 4 Jungs (die einzigen Jungen, die überhaupt mitgekommen waren!) verabschiedete sich jeden Abend von uns, um die Dorfbars unsicher zu machen. Aber auch sie standen jeden Morgen pünktlich und fit zum Skifahren bereit.

Höhepunkt des Kurses war für viele die Tagestour am Donnerstag auf dem Kamm des Riesengebirges. Mit fast perfekt erlerntem Diagonalschritt zogen wir unsere Spuren durch den Schnee. Von weitem grüßte die Schneekoppe und durch kleinere Anstiege ermüdet, verdienten wir uns alle eine Pause in der gemütlichen Vosecká-Bouda. Hier stärkten wir uns für den Rest des Tages. Abends verkrochen sich viele schnell in ihre Zimmer um die Ski noch ein letztes Mal für die morgen anstehenden Leistungskontrollen zu wachsen. Denn Freitag war Prüfungstag. Vor den hoffentlich stolzen Augen unserer Lehrer zeigten wir, was wir konnten: Diagonalschritt, Bremsen im Pflug und Scherenschritt bergauf. Zusätzlich wurde eine Kür gefordert, in der wir all unser kreatives Können auf Skiern einbringen konnten. In einem Wettkampf mussten wir auch gegeneinander antreten. Manche fielen, andere kamen vom Weg ab, doch alle gaben ihr Bestes. Nach dieser Anstrengung musste nur noch ein Theorietest überstanden werden, für den bis zur letzten Minute gelernt wurde. Am Samstag morgen hieß es dann Abschied nehmen von Ski und Schnee in Harrachov. Wie immer bei solchen Gelegenheiten, gab es traurige und glückliche Gesichter. Doch ich denke, man kann mit Sicherheit sagen, dass alle Spaß hatten im Skilager 2006!

 

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