Klassenfahrten

Die Klasse 8c in Uebigau

vom 22.8.-26.8.05

Es war ein schöner sonniger Montagmorgen und wir warteten alle sehr gespannt darauf, dass uns der Bus nach Uebigau, dem Ziel unserer Klassenfahrt, bringt.

Die Busfahrt dauerte etwa drei Stunden und die Stimmung war in freudiger Aufregung sehr heiter. Sogar der Busfahrer war in guter Laune. Um ungefähr 11.00 Uhr kamen wir an. Alle waren neugierig, was uns da erwartete... Und wir hatten uns nicht zu viel versprochen. Die Unterkunft war sehr schön: ein uriges Schloss, das schon vor rund 140 Jahren am Stadtrand erbaut wurde und sehr gemütlich eingerichtet gewesen ist. Es lag mitten in einem schönen Park mit einem Teich, in dem wir unsere Füße badeten.

Gleich an diesem Tag machten wir eine kleine Stadtbesichtung, bei der wir das Heimatmuseum Uebigaus besuchten. Das Städtchen hat eine Geschichte, die bis in das 13. Jahrhundert zurückreicht. Die meisten Plätze und Straßen sind noch im historischen Stil erhalten geblieben, was uns sehr faszinierte. Der kleine Fluss am Stadtrand trug zu der erholsamen Atmosphäre bei. Das Heimatmuseum zeigte uns das Leben der Dorfbewohner vor circa 4000 Jahren. Dort konnten wir uns alte Lehmhäuser und Alltagsgegenstände anschauen, Mehl mahlen und vieles mehr. Der Höhepunkt war das Bogenschießen für uns, was wir selbst probieren konnten.  Am Abend gab es zu Ehren der Stadt ein großes Fest. Sie war bei einem Wettbewerb um die schönste Stadt mit historischem Stadtkern zum Sieger erklärt worden. Aus diesem Anlass waren die alten Sagen und Geschichten aus Uebigau über Nixen, Wassergeister und andere fantastische Wesen im Vordergrund. Da auch das RBB dort war, versuchten einige ins Fernsehen zu kommen,... mit Erfolg! Auch das Wetter spielte an diesem Tag mit, denn die Sonne schien und strahlte mit uns um die Wette.

An unserem zweiten Tag hatten wir leider nicht so viel Glück mit dem Wetter: es regnete in Strömen. Eigentlich wollten wir zu Fuß zum Kiebitzsee gehen, um zu baden und Tretboot zu fahren; nun aber entschlossen wir uns den Bus zu nehmen und uns ausschließlich im Jugendklub aufzuhalten. Dort konnten wir Specksteine bearbeiten, Billard spielen, uns an den vielen verschiedenen Spielen der Computer austoben und einen Fitnessraum benutzen. Danach ging es zu einem Labyrinth, das nur aus grünen, hohen Hecken bestand. Wir versuchten den richtigen Weg zu finden, was manche zur Verzweiflung brachte. Da viele von uns nach soviel Programm etwas geschafft waren, machten wir eine kleine Pause im nahe liegenden Café, um Kraft für den Spaziergang zurück zum Schloss zu schöpfen. Abends machten wir es uns dann unten in der großen Halle gemütlich und spielten Karten. Einige wollten lieber den Tag mit Billard- oder Tischtennisspielen ausklingen lassen.

Am Mittwoch sah es genauso verregnet aus wie am vorigen Tag, doch dadurch ließen wir uns die gute Laune nicht verderben. Es war ein Ausflug zu der ältesten Brikettfabrik Europas "Louise" geplant. Die Fabrik war fast ein ganzes Jahrhundert in Betrieb und sieht heute noch aus, als könnte sie sofort wieder ihre Funktion aufnehmen. Zunächst wurde ein Rundgang durch das Gebäude gemacht, welcher informativ und sehr anschaulich war. Anschließend wurde eine Fahrt mit der kleinen Lokomotive angeboten und nachdem die Letzten ausgestiegen waren, gingen wir in einen gegenüberliegenden Jugendklub. Hier wurde Volleyball gespielt, Papier geschöpft und am Schluss ein Lagerfeuer mit Stockkuchen gemacht. Jetzt zeigte sich endlich doch wieder die Sonne und wir konnten uns auf die Wiese legen, herumalbern und das schöne Wetter genießen. Am Abend haben wir eine Disco organisiert, die in der gemütlich eingerichteten Scheune auf dem Schlossgelände stattfand. Alle waren mit Begeisterung und vollem Einsatz dabei. Danach fielen wir erschöpft ins Bett.

Am letzten Tag fuhren wir nach Bad Liebenwerder, einer berühmten Kurstadt. Dort gingen wir in die "Lausitztherme Wonnemar", eine Erlebnis- und Wohlfühlwelt für Badegäste. Die große Schwimmhalle machte ihrem Namen alle Ehren: Es ist ein Paradies für alle Kinder und Jugendliche; mit Riesenrutschen, Wellenbecken, Strömungskanal und noch vielen anderen tollen Attraktionen. Ein paar von uns vertrieben sich die Zeit mit einer kleinen Stadtbesichtung, bei der sie auch Eis essen gingen. Ähnlich wie Uebigau hat Bad Liebenwerder eine fast 800-jährige Geschichte und präsentiert viele Sehenswürdigkeiten. Gegen Abend machten wir einen Spaziergang zu dem Schützenverein von Uebigau. Unsere Klasse wurde durch das traditionsreiche Vereinsgebäude geführt und zum Schluss durften wir mit Luftdruckgewehren schießen. Die Vereinsmitglieder waren überrascht, dass so viele gleich ins Schwarze trafen. Einige waren nicht zu bremsen und perfektionierten ihre Treffsicherheit bis in die späten Abendstunden. Für das Abendbrot, das sehr liebevoll vorbereitet war, wurde sogar für uns gegrillt. Die romantische Atmosphäre des alten Schlosses hat uns so gut gefallen, dass uns seine dankbaren Kulissen schon öfter zum Theaterspielen verleitet hatten, doch an diesem Abend waren wir von so vielen Ideen inspiriert, dass wir bis Mitternacht noch unsere Aufführung vorstellten.

Am Freitag um 10 Uhr saßen wir zwar erschöpft von der Woche, aber glücklich wieder im Bus und fuhren nach Hause. Uns allen hat die Klassenfahrt sehr gefallen und wir haben nun eine wunderschöne Erinnerung mehr, am liebsten würden wir alle zusammen nochmal fahren! Wir danken Frau Medwinskaja und Frau Geiß für die Organisation und die gesellige Begleitung!

Text, Fotos: (Information wird noch nachgetragen)

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