Exkursionen

Besuch bei Bertolt Brecht in Buckow

Am vergangenen Donnerstag, dem 12. Mai 2016, waren wir, die Klasse 9c, zusammen mit unseren Lehrern Herrn Schneider und Frau Mnich zu Gast im Sommerhaus Bertolt Brechts in Buckow/Märkische Schweiz.

Unsere Exkursion begann um 7:20 Uhr auf dem Bahnhof Lichtenberg, von wo aus wir mit dem Regional-Express und dem Bus bis nach Buckow fuhren. Danach war es nur noch ein kurzer Weg zu Fuß, bis wir das Brecht-Weigel-Haus erreichten. Dort wurden wir von einer Mitarbeiterin in die Geschichte des Hauses eingeweiht und erhielten dann Zeit, um selbstständig das Grundstück zu erkunden.

Von 1952 bis 1971 war das Grundstück der Nebenwohnsitz von Brecht und seiner Frau, der Schauspielerin Helene Weigel. Das Ehepaar besuchte das Haus im Sommer sowie auch im Winter, wobei Brecht selbst nur noch 4 Jahre bis zu seinem Tod dort lebte. Das Haus besitzt insgesamt 3 Etagen und ist ein reiner Fantasiebau des Architekten Georg Roch. Außerdem hat das Grundstück neben dem Haupthaus auch nebenan noch das Arbeitshaus Brechts, das aber seinen Erben gehört.

Nach seinem Tod war seine Frau Alleinbesitzerin der sogenannten "Eisernen Villa". Sie kaufte kurz vor ihrem Tod die umliegenden Grundstücke und stellte den Antrag, dass das Haus eine Gedenkstätte wird. 1977 wurde das Gebäude als öffentliches Museum eröffnet.

Während uns bei wunderschönstem Sommerwetter draußen vor den Stufen des Hauses ein mehr als einstündiger, sehr, sehr interessanter Vortrag gehalten worden ist, lagen einige von uns auf Decken auf dem Rasen, andere dagegen bastelten sich Kränze aus Gänseblümchen, die sie auch den ganzen Tag trugen. Und alle Schüler waren ganz Ohr. Kein Mucks war zu hören. Nur manchmal wechselten einige Schüler die Sonnenstühle mit Schattenstühlen.

Man kann diesen Wandertag also nicht mit den typischen Exkursionen vergleichen, er war unbeschwerter, fröhlicher. So kitschig es klingt, die Frösche quakten, die Vögel zwitscherten und wir Großstadtkinder immer mittendrin. Wir glaubten Brecht mit einem Augenzwinkern durch das Fenster zu hören: "Glotzt nicht so romantisch". Als Dankeschön für die ausgezeichnete Führung trug Mia ganz spontan zur Verabschiedung "Erinnerung an die Marie A." vor, und als sie kurz zögerte, konnten wir, ihre 30 Mitschüler, soufflieren. Nach so viel Kultur jagten wir im Eilschritt rund um den Schermützelsee, und fast alle sprangen ins eiskalte Wasser im Strandbad Buckow. Wir blieben rund drei Stunden dort. Gegen 16:30 fuhren wir zurück zum Bahnhof Lichtenberg, sonnenverbrannt und müde.

Laura Schmid-Kapfenburg, 9c

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