Exkursionen

Exkursion zum Haus der Wannseekonferenz 

Es ist eine schöne Villa mit großem Garten und bestem Blick auf den Wannsee.

Wahrscheinlich ist es gerade deswegen schwer vorstellbar, dass in diesem Haus deutsche Geschichte geschrieben wurde: Am 20. Januar 1942 beratschlagten und entschieden hier zwölf hohe Vertreter verschiedener Institutionen des Nazi-Regimes über das Schicksal mehrerer Millionen Juden in ganz Europa. In nur 90 Minuten (!) diskutierten die Anwesende über Wege der Deportation, Unterbringung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung der eroberten und der zu erobernden Staaten Europas. Sie schickten so bis Kriegsende über sechs Millionen Juden in den Tod.

Am 15. September besuchte der Seminarkurs Politikwissenschaft/Geschichte (Fr. Schmidt) das Haus der Wannseekonferenz. Die Dauerausstellung des ehemaligen Offizierskasinos beleuchtet neben den Ereignissen des 20. Januar 1942 auch die Judenverfolgung in Deutschland zwischen 1933 und 1945 in Deutschland. So werden beispielsweise die Nürnberger Rassegesetze erläutert, die darüber entschieden, ob jemand im Sinne der Rassenideologie der Nationalsozialisten Jude war oder nicht.

Als Seminarkurs beschäftigten wir uns nach der Führung durch die Ausstellung anhand verschiedener Fallbeispiele mit dem Aspekt der Rechtsstaatlichkeit im nationalsozialistischen Deutschland. Zur Verfügung stand uns dabei die umfangreiche hauseigene Bibliothek, deren Besuch, neben dem der Ausstellung, jedem, der sich mit dem Drittem Reich beschäftigt, sehr zu empfehlen ist.

Lukas Theise, Klasse 12 (Seminarkurs PW/Ge)

Bearbeiter-Login