Exkursionen

Exkursion in das Heizkraftwerk Mitte

Am Freitag, dem 04.11.05 nahm sich die Klasse 10d vor mitsamt ihrem Physiklehrer, Herrn Vettin, das Heizkraftwerk (HKW) Mitte etwas näher unter die Lupe zu nehmen.

Nach der 4. Unterrichtsstunde begaben sich dann alle in kleinen Gruppen in Richtung Mitte. Das HKW Mitte befindet sich in der Köpenicker Str. 43. Es ist sehr gut mit der S- und U-Bahn über Jannowitzbrücke und Heinrich-Heine-Str. zu erreichen. Dieses HKW ist das effektivste und modernste in Westeuropa. Von 1994 - 1996 wurde von Energiespezialisten, Architekten und Ingenieuren auf dem alten Kraftwerksgelände an der Spree ein neues kombiniertes Gas- und Dampfturbinenkraftwerk errichtet und 1997 nach erfolgreichem Probebetrieb in Betrieb genommen.

Es hat einen Wirkungsgrad von 90 % (zum Vergleich: ein normales Kraftwerk besitzt einen Wirkungsgrad von 30 %), der durch den Einsatz einer Dampfturbine erreicht wird. Das Heizkraftwerk Mitte produziert sowohl Wärme als auch Strom. Diese beiden Komponenten werden durch Anlagen erzeugt, welche mit Gasturbinen arbeiten. Die Gasturbinen werden mit Erdgas angetrieben. Die Dampfturbine wird von Wasserdampf angetrieben, der nach dem Passieren der Dampfturbine in die 3 Kondensatoren geht. Dadurch wird ein Generator angetrieben, welcher zusätzlichen Strom erzeugt. Die Auslastung des HKW beträgt im Winter 90 %. Während sich im Sommer das Betreiben beider Anlagen bzw. sogar nur einer Anlage nicht rentiert. Dafür gibt es dort einen extra Heizturm,der durch Kopplung mit anderen KW wie Klingenberg, in Lichtenberg, die für den Sommer nötige Menge Strom und Wärme produziert.

Nun zurück zur Exkursion. Unsere Klasse fand sich nach mehr oder weniger kleinen Plünderungen von Imbissbuden oder ähnlichen Geschäften pünktlich um 13.00 am HKW Mitte ein, worüber unser Physiklehrer sehr erfreut war. Es begann für den einen oder anderen eine etwas ruhige Zeit des Zuhörens, Erfassens und ab und zu letztendlich auch des Verstehens. Dieser Satz soll die Kompetenz des Vortragenden auf seinem Gebiet allerdings ganz und gar nicht in Frage stellen. Diese war ausgezeichnet. Wir wurden eine Stunde lang geradezu mit Wissen überhäuft (s. oben). Ein interessantes Thema war neben dem Aufbau des HKW auch die Eingliederung der Bewag in die Vattenfall-Europe Gruppe. Nach dem theoretischen Teil hasteten wir aus Zeitgründen durch das HKW. Der geneigte Leser mag erstaunt sein: Außer ein wenig vom Rauchgaskanal abgegebener Wärme und viel, viel Krach war dort nichts zu erkunden. Anschließend ließen wir uns noch auf von warmem Kühlwasser durchströmten Bänken am Spreeufer nieder.

Nun waren etwa eineinhalb Stunden vorbei und einige Schüler waren wohl ob der vielen Informationen ein wenig fertig. Aber im Großen und Ganzen wurde diese Exkursion positiv aufgefasst und in der darauf folgenden Unterrichtswoche auch noch einmal gründlich ausgewertet.

So sei noch einmal ein Dank an unsere Klassenkameradin Ulrike, die diese Exkursion organisierte, und an den uns begleitenden und sonst uns auch lehrenden Physiklehrer Herrn Vettin gerichtet.

 

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