Exkursionen

Ein Ausflug ins Anne- Frank-Museum

Normalerweise löst die Ankündigung eines Museumsbesuches keine große Begeisterung bei uns aus. Doch im Anne-Frank-Museum Berlin war die Angst, die Anne damals ausgestanden haben musste, so realistisch dargestellt, dass sogar das Interesse unserer Klasse geweckt war. Selbst den absoluten Museumsmuffeln wurde die Geschichte so nahe gebracht, dass auch sie ihre Gespräche einstellten, aufmerksam zuhörten und mitarbeiteten.

Zu dem Museum gelangt man über einen ziemlich heruntergekommenen Hinterhof, von dem man sich aber nicht beeindrucken lassen sollte, da die Ausstellung modern und sehr gelungen ist!

Wir wurden freundlich empfangen und gebeten, uns in zwei Gruppen aufzuteilen. Den ersten Teil der Führung verbrachten wir damit, ausgewählte Bilder von Anne Frank, ihrer Familie und aus der nationalsozialistischen Zeit an zwei chronologisch angeordneten Bilderwänden zu finden. Unsere Meinung zu den jeweiligen Aufgaben war gefragt und auch denen von uns, die das Buch nicht gelesen hatten, wurde nach und nach klar, welche Grausamkeit zu jener Zeit herrschte.

Der zweite Teil der Führung bestand darin, dass wir uns verschiedene Kurzfilme ansahen, in denen Jugendliche über ihre Erfahrungen mit Diskriminierung und ihrer Meinung dazu sprachen, auch erfuhren wir viel über ihre Zukunftswünsche und ihre Persönlichkeit. Wir entwarfen mit den gesammelten Informationen Plakate und wieder wurden wir gefragt, ob wir mit den Äußerungen übereinstimmen oder anders dazu stehen.

Insgesamt war es ein sehr interessanter und schöner Ausflug, vor allem, weil wir in die Führung mit einbezogen wurden und somit nicht das Gefühl hatten, nur gelangweilte Betrachter zu sein. Zudem hat uns die Ausstellung dazu inspiriert, das Thema Anne Frank aufzugreifen und am Tag der offenen Tür, am 17.02.2007, als Projekt unserer Klasse zu präsentieren.

Text: Sophie Kalweit, Luise Ciesla (8a)



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