Archiv 2016

Bei unserem Namensgeber Hans Coppi auf der Schulfarm Scharfenberg

Unsere Klasse 9a besuchte am 16.6.16 mit Frau Kruse, Frau Kähler und Frau Mnich die Schulfarm Scharfenberg im Tegeler See. Nach einer zweistündigen Fahrt standen wir - endlich – am Ufer.

Vom Festland gelangten wir mit einer kleinen Fähre auf die Insel. Dort erwartete uns schon der Leiter der Mittelstufe Herr Kauffmann, der uns über die lange Geschichte der Schule informierte und danach von den vielen Möglichkeiten für einen Schüleraustausch und Sprachreisen ins Ausland berichtete, was viele von uns besonders interessierte.

Eine Schülergruppe besucht z.Z. Tansania, eine andere Gruppe fährt nach Brasilien zur Schülerolympiade. Der Inselrundgang begann vor dem Schulgarten, wo gerade eine Willkommensklasse arbeitete. Daneben befinden sich Gewächshäuser, damit sowohl bei schlechtem als auch bei gutem Wetter im Garten gearbeitet werden kann. Auf der Weide standen Pferde und Ziegen, die natürlich auch prompt von uns gestreichelt wurden. Dass die Tiere regelmäßig dem Unterricht beiwohnen, hat viele überrascht. Biologie gehört neben Kunst und Musik zum Schulprofil.

Wir bekamen danach die Chance, das Internatshaus 1 zu besichtigen. In Scharfenberg gehen 500 Schüler von Klasse 7 bis 12 zur Schule, 100 von ihnen sind auf dem Internat, insbesondere Kinder von Eltern, die im Auswärtigen Amt arbeiten, und internationale Kinder, die die einzigartige Schulausbildung genießen wollen. Die Internatsschüler haben die Möglichkeit, abends in ihren Häusern zu kochen. Das ist eines der Dinge, die dort sehr groß geschrieben werden: Selbstständigkeit. Darauf wird auch im Unterricht großen Wert gelegt. Es wird viel eigenständig in Gruppen gearbeitet, auch häufig fächerübergreifend.

Unser Rundgang führte uns weiter durch den Wald bis zum Scharfenberg. Von dort hat man eine wunderbare Aussicht auf die anderen Inseln des Tegeler Sees und das Festland. Der Höhepunkt der Tour war das Haus für Kunst und Musik im Bauhausstil. An diesem hängt die Gedenktafel für unseren Namenspatron Hans Coppi . Dieser war von 1929 bis 1932 hier auf Schule. Nachdem einige Klassenkameraden sich nicht, wie von ihnen erwartet, abgemeldet hatten, sollten sie die Schule verlassen. Hans Coppi empfand dies als ungerecht und verließ, obwohl der Beschluss rückgängig gemacht wurde, die Schule. Er war damals genauso alt, wie wir es jetzt sind. Er versteckte sich auch einige Zeit, als er in der Illegalität war, danach auf der Insel auf „seiner“ Hühnerfarm, wo er während seiner Schulzeit gearbeitet hatte.Neben den Hühnern besitzt die Schule Hunde, Schweine, Kaninchen, Ziegen, Pferde und weitere Tiere.

Es kam die Idee auf, einigen Klassen Karlshorst zu zeigen. Nach dem Mittagessen wurde uns angeboten zu rudern. Schnell waren zwei Paddelboote und Ruderboote und ein Motorboot besetzt. Der Wassersport machte allen viel Spaß. Die anderen spielten Fußball oder schauten zu. Bald mussten wir von dem idyllischen Ort Abschied nehmen.

Text und Fotos: Luise Seewald, Kl. 9a

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