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Sprachreise der 10. Klassen nach England

Vom 24. September bis zum 7. Oktober 2016 weilten unsere 10. Klassen traditionell im romantischen Südengland. Diese Tradition wurde von Frau Dr. Köbsch am Coppi-Gymnasium ins Leben gerufen, nachdem sie schon mehrere Jahre am Forster-Gymnasium sehr gute Erfahrungen mit dem Veranstalter J&J-Education gemacht hatte.

Die Englandreise, die mittlerweile also auch an unserer Schule seit einigen Jahren fester Bestandteil im Veranstaltungskalender ist, begeisterte auch diesmal unsere Schüler und die begleitenden Lehrer.

Das Prinzip dieser Bildungsreisen kennen viele Schüler schon von der Grundschule. Kein Schullandheim oder Hotel kann ersetzen, was den Schülern die Unterbringung vor Ort bei Gasteltern bietet. Nämlich Lokalkolorit erster Güte!
Kein Englischbuch bringt den Schülern die englische Sprache so nahe, wie die Gasteltern und deren Kinder. Auch die begleitenden Lehrer, die (außer den Englischlehrern natürlich) meist nur ein paar Brocken Englisch stammeln können, lernen schnell dazu. Auch ich wurde von meiner Gastgeberin Kate höflich berichtigt, als ich ihre neue Frisur mit „ Your hairs looks nice“ lobte: Auf dem Kopf, also speziell die Frisur = „hair“ , an anderen Körperstellen = „hairs“! Den Fettnapf können also zukünftige Begleiter vermeiden.

In diesem Jahr war die Herausforderung besonders groß. Immerhin waren vier 10. Klassen unterwegs. In drei Reisebussen wurden wir sicher von Berlin bis nach Calais gebracht. Zwischendurch, bei einer Mitternachtsrast in Bottrop, wechselten die Busfahrer. Wir wurden nun von Fahrern „kutschiert“, die bestens mit dem Linksverkehr in England vertraut sind und sich dort hervorragend auskennen.

Bedrückend war die Situation im Fährhafen von Calais. Die zuführende Straße ist mit einem monströsen Elektrozaun komplett abgeschottet. Dahinter der „Dschungel“, das Flüchtlingslager, welches mittlerweile geräumt wurde. Die Überfahrt von Calais nach Dover war schon wegen des herrlichen Wetters ein Erlebnis. Blaue See und strahlendweiße Kreidefelsen - eine Augenweide!

Nachdem wir am Tag vorher 18.00 Uhr in Berlin losgefahren waren, kamen wir gegen 14.00 Uhr des Folgetages pünktlich in Christchurch auf einem großen leeren Parkplatz an. Hier erwarteten uns Jannette und Jeff (J&J), um uns den Gasteltern zuzuteilen. Nach einer Stunde, angefüllt mit Sicherheitshinweisen, Namen ausrufen, freundlichen Hallos, heartly welcomes, Kofferrücken, und Autogebrumm zog wieder Ruhe auf dem Parkplatz ein. Alle Schüler und Lehrer waren jetzt im Raum Bournemouth/Christchurch verteilt und untergebracht.

Die weiteren Tage waren von einem gleichmäßigen Rhythmus bestimmt:

  • Früh pünktlich an der Bushaltestelle sein. In den Bus von Alina, Micha oder Jens einsteigen und in die Schule fahren lassen.
  • Von 9 Uhr bis 12 Uhr Englischunterricht. Nachmittags eine Wanderung oder ein Ausflug.
  • Dann Abendbrot bei den Gasteltern und bis 21 Uhr freie Verfügung.

  • Schließlich um 22 Uhr oder spätestens 23 Uhr ins Bett.

Ein kleines Resümee: Die Ausflüge führten uns zu den schönsten Stellen, die Südengland zu bieten hat. F

ür viele Schüler war sicherlich London das Highlight.

Die Gasteltern behandelten unsere Schüler wie kleine Könige. Natürlich gab es Unterschiede. Bei Problemen waren

Jannette und Jeff immer zur Stelle und halfen professionell. Sie waren großartige Veranstalter!

In der Anglo - Continental English School waren die Schüler in Klassen eingeteilt. Wie es an allen Schulen so ist, empfanden die Schüler den Schwierigkeitsgrad sehr unterschiedlich. Gleiches gilt für die Gestaltung des Unterrichts – hier reichte die Skala von „boring“ bis „great“.

Eines bleibt aber unbenommen! Brexit hin Brexit her. Die Herzlichkeit die uns von allen Lehrern, Gasteltern und Veranstaltern entgegengebracht wurde war großartig und echt. Dieser völkerverbindende Aspekt macht solche Reisen so wichtig, gerade in der heutigen Zeit! Was soll ich also sagen? Jederzeit wieder!

Text, Fotos: F. Zirzow

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